Moringatee: Zubereitung, Wirkung, Nebenwirkungen

Moringatee: Zubereitung, Wirkung, Nebenwirkungen

Moringatee ist äußerst gesund und sollte in keinem Haushalt fehlen. Wir informieren über Moringa Tee Zubereitung, Moringa Tee Wirkungen und Moringa Tee Nebenwirkungen. 

Moringatee wird aus den grob zerkleinerten, getrockneten Blättern der Moringa Pflanze hergestellt. Genau genommen handelt es sich um Moringa Oleifera, einem Baum, der ursprünglich aus Nordindien kommt, sich aber über den Äquatorgürtel stark ausgebreitet hat. Er liebt das heiße Klima. Heißer Moringatee lässt sich auch mit Moringapulver – das sind sehr fein gemahlene Moringa Blätter – zubereiten.

Wenn von Moringatee die Rede ist, denkt man unwillkürlich an nassfeuchtes kühles Herbstwetter oder den Winter. Doch Moringatee ist auch ideal für heiße Sommertage, vor allem, wenn er warm getrunken wird, was dem Schwitzen vorbeugt. Doch er lässt sich kalt aufgießen, was im Sommer meine bevorzugte Variante ist.

Moringa Tee: Zubereitung

Wenn im Folgenden von Moringatee die Rede ist, sind die etwas gröber gemahlenen Moringa Blätter gemeint.

Es werden zwei Zubereitungsarten beschrieben:

  • Moringa Tee Zubereitung: heißer Aufguss
  • Moringa Tee Zubereitung: Kaltaufguss

Moringatee Zubereitung: heißer Aufguss

Für einen heißen Aufguss ist es wichtig, zu beachten, dass das heiße Wasser nicht mehr als 80 °C hat. Es darf aber kühler als 80 °C sein, was überhaupt kein Problem ist, ganz im Gegenteil. Geben Sie einen Teelöffel Moringatee pro normale Tasse in das heiße Wasser und lassen ihn 5 Minuten ziehen. Fertig ist der Moringatee. Für einen Becher benötigen Sie ca. 2 Teelöffel Moringatee.

Für die Moringatee Zubereitung mit Moringapulver gelten andere Mengen! Es ist sehr fein gemahlen, daher zieht der Tee schneller durch. Verwenden Sie die Hälfte der oben angegebenen Orientierungen, also: 1/2 Teelöffel Moringapulver pro normale Tasse oder 1 Teelöffel Moringapulver pro Becher. Sie können ihn auch etwas kürzer ziehen zu lassen, wenn Sie etwas mehr Moringapulver verwenden. Für den Tee mit Moringapulver empfiehlt es sich Teefilter zu nehmen (aus Papier für einmalige Anwendungen), denn es ist sehr fein und rieselt durch Teeeier oder Teesiebe. Allerdings ist es kein Problem, etwas Moringapulver mitzutrinken, doch es gibt Menschen, die das überhaupt nicht mögen.

Teefilter aus Papier eignen sich gut auch für das Kochen von Moringatee in losen Blättern.

Ansonsten bleibt es dem eigenen Geschmack überlassen, wie stark der Tee sein soll. Die Orientierungshilfe gilt für alle, die noch kaum Erfahrungen mit Moringatee gesammelt haben und an Moringatee noch nicht gewöhnt sind. Ich komme mittlerweile sehr gut mit stärkerem Moringatee klar. Je stärker, desto schärfer (auch im Hals), dennoch nicht vergleichbar mit der Schärfe von Pfeffer oder Chili.

Einige weitere Worte zum Geschmack des heißen Moringatees: Er schmeckt und riecht etwas nach Heu. Auf der Zunge spürt man etwas später einen ganz leichten scharfen Geschmack. Er kommt von den gesunden Senfölen. Bitter schmeckt der Moringatee definitiv nicht. Ich mag diesen Geschmack sehr gerne. Bei heißen bzw. warmen Moringatee kommt der Geschmack stärker durch, als bei einem Kaltaufguss. Je stärker man ihn kocht, desto intensiver und schärfer der Geschmack, der dann auch im Hals sehr zart zu spüren ist.

Für alle, die diesen Geschmack nicht mögen, ist es leicht dem Moringatee eine andere Geschmacksnote zu geben. Sie können ihn mit vielen anderen Teesorten kombinieren, z. B. mit Minze. Ingwer passt sehr gut in den Moringatee, denn er knüpft an dessen Schärfe an und intensiviert. Durch Hinzugabe von Zitronen- oder Lemonsaft, Orangensaft oder einfach durch Kombination mit einem Früchtetee, lässt sich ebenfalls sein Geschmack verändern. Er kann mit Honig, Birkenzucker (kalorienärmer als herkömmlicher Zucker) oder anderen Süßmitteln gesüßt werden. Finden Sie Ihre eigene Lieblingskombination.

Moringatee Zubereitung: heißer Aufguss

Moringatee Zubereitung: Kaltaufguss

Für einen Kaltaufguss gibt es Teeflaschen oder Teebereiter mit integriertem Sieb (siehe Foto). Das ist sehr praktisch. Meine Teeflasche fasst 3/4 Liter. Deshalb gebe ich die Mengen von Moringatee nur für 3/4 l Wasser an. Wer keine Teeflasche besitzt, doch einen Kaltaufguss ausprobieren will, kann eine ganz normale Glasflasche verwenden, vorzugsweise mit einer größeren Öffnung (Saftflaschen). Sie lässt sich gut im Kühlschrank unterbringen.

Für 3/4 l Wasser benötigen Sie 4 Teelöffel Moringatee. Verrühren Sie den Moringatee im kalten Wasser mithilfe eines längeren Stils (z. B. eines Kochlöffels), damit er sich mit Wasser vollsaugen kann bzw. mit Wasser bedeckt ist. Ich lasse ihn über Nacht im Kühlschrank ziehen – um die 8 Stunden. Fertig ist das erfrischende Sommergetränk für warme und heiße Sommertage. Es ist kein Problem kalten Moringatee noch länger ziehen zu lassen. Bei mir zieht er oft um die 20 Stunden, da ich ihn jeweils nachmittags trinke und wieder neu ansetze. Ich bin ein großer Sommerfan von Tees mit Kaltaufguss.

Einen Kaltaufguss mit Moringapulver herzustellen, ist sehr schwer. Denn das Pulver schwimmt oben und klumpt. Für einen Kaltaufguss eignen sich eigentlich nur Moringa Blätter.

Wem eine Kühlschranktemperatur zu kalt ist, kann natürlich den Moringatee bei Zimmertemperatur ziehen lassen.

Zum Geschmack des kalten Moringatees: Er hat ebenfalls einen Geschmack, der an Heu erinnert, doch er ist wesentlich sanfter als die heiße Variante. Die Schärfe ist auf der Zunge kaum zu spüren – eigentlich nur, wenn man es weiß bzw. etwas mehr davon trinkt. Auch ihn können Sie beliebig süßen oder mit Fruchtsäften oder anderen Teesorten kombinieren.

Tipp: Sie können die zum Moringatee verwendeten Moringa Blätter durchaus weiterverwenden, z. B. in einem Smoothie oder einem warmen Gericht.

Moringatee: Zubereitung Kaltaufguss

Moringa Tee: Wirkung

Beide, der heiße und kalte Aufguss, haben eine sehr gute Wirkung auf die Gesundheit. Bei einem heißen Aufguss gehen einige Inhaltsstoffe verloren, vor allem hitzeempfindliche Vitamine – das ist bekannt und man liest es oft. Doch kaum einer weiß: Bei einem heißen Aufguss (unter 80 °C) lösen sich Polyphenole, die dadurch erst für den Körper verfügbar gemacht werden. Sie gehören zu den Antioxidantien, die wichtig für unser Immunsystem sind. Was Antioxidantien sind und welche lebenswichtige Funktionen sie für unseren Körper haben, lesen Sie hier: Was sind Antioxidantien?

Es lohnt sich also den Moringatee sowohl heiß als auch kalt (durch Kaltaufguss) zu genießen.

Moringatee Wirkungen auf einem Blick:

  • Moringatee wirkt belebend, erfrischend. Er ist ein Wachmacher. Wer keinen Kaffee verträgt, kann Moringatee als gleichwertigen Kaffeeersatz verwenden, obwohl Moringa kein Koffein enthält. Deshalb empfiehlt es sich nicht, ihn kurz vor dem Schlafengehen zu trinken.
  • Durch seine anregenden Wirkungen regt Moringatee die Fettverbrennung an. Deshalb unterstützt er jene, die abnehmen wollen. Er senkt den Blutzuckerspiegel.
  • Moringatee hilft durch seine antiseptische Wirkung und unterstützt den Heilungsprozess bei Entzündungen im Körper, auch bei Erkältungen.
  • Moringatee kann bedenkenlos von Schwangeren getrunken werden. Er liefert wertvolle Nährstoffe. Nach der Entbindung regt Moringatee den Milchfluss an. Wer mehr über die Inhaltsstoffe von Moringa erfahren will, sei folgender Artikel empfohlen: Moringa: Inhaltsstoffe und Nährwerte.
  • Bei Darmproblemen ist Moringatee ein guter Helfer. Er regt die Verdauung an, hilft aber auch bei Verstopfung.
  • Durch seine entgiftende Wirkung sorgt er für eine gut durchblutete und glatte Haut. Er entlastet die Leber und Nieren.
  • Moringatee kann auch äußerlich angewendet werden, bei Schnitt- oder Schürfwunden für Umschläge.

Moringa wird in unglaublich vielen Bereichen angewendet. Seinen Wirkungen scheinen kaum Grenzen gesetzt. Wer mehr über seine Wirkungen erfahren will: Moringa: Wirkung auf die Gesundheit.

Moringa Tee: Nebenwirkungen

Für den Moringatee gibt es keine gesonderte Dosierungsempfehlung. Bei Moringa Blättern und Moringapulver liegt die täglich Orientierung bei 5-10 g. Bekannt sind Moringa Tee Nebenwirkungen, wenn die Dosierung deutlich überschritten wird. Die darin enthaltenen Senfölglykoside können zu Durchfall führen. Das gilt auch für kleinere Mengen, aber nur bei Menschen, die noch nicht daran gewöhnt sind. Lassen Sie es daher am Anfang etwas ruhiger angehen und beobachten Sie, wie Moringa bei Ihnen wirkt. Steigern Sie gegebenenfalls Ihre tägliche Einnahme moderat.

Bei Moringatee sind ansonsten noch keine unerwünschten Nebenwirkungen beobachtet worden. Rechnet man die Orientierung von 5-10 g auf Moringatee an, so könnte man bedenkenlos um die 1 bis 1 1/2 l pro Tag trinken. Bei den meisten Menschen dürfte das tägliche Pensum weit darunter liegen. Wer Moringatee zum Abnehmen oder Entgiften verwenden will, sollte anfangs einen Liter täglich nicht überschreiten und beobachten, wie er sich auswirkt. Menschen reagieren sehr unterschiedlich.

Auch Allergiker sollten sich informieren, ob die in Moringa enthaltenen Inhaltsstoffe ihnen zugutekommen. Mehr Informationen über Moringa Inhaltsstoffe erfahren Sie hier: Moringa: Inhaltsstoffe und Nährwerte.

Über weitere Produkte informiert folgende Seite: Moringa Tee kaufen. Dort können Sie sich über eine verlinkte Seite darüber informieren, welche Qualitätskriterien beim Kauf beachtet werden sollten.

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